Moyes - Weit weg und ganz nah

Jojo Moyes
Weit weg und ganz nah

Mit ihrem Roman „Weit weg und ganz nah“ legt Jojo Moyes bereits ihr zweites Buch nach ihrem sensationellen Erfolg „Ein ganzes halbes Jahr“ vor. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Diesmal lohnt sich der Kauf wieder. Der neue Roman steht dem Erstling in keiner Weise nach. Überhaupt nicht. Im Gegenteil.
Erzählt wird diesmal die Geschichte von vier Menschen, die sich zunächst eher widerwillig auf eine gemeinsame Reise begeben. Grund dieser Fahrt quer durch das Land bis hinauf nach Schottland ist Tanzie – ein kleines Mädchen, das sich in der Welt der höheren Mathematik so wohl fühlt wie ein Fisch im Wasser und die mit ihrer Teilnahme an der schottischen Mathe-Olympiade das Geld für den Besuch an einer renommierten Privatschule gewinnen will. Begleitet wird Tanzie von ihrer Familie: der Mutter Jess, die als Alleinerziehende gleich mehreren Jobs nachgehen muß, um alle über Wasser halten zu können. Und dem Bruder Nicky, der ebenfalls ein Außenseiter ist genau wie Tanzie selbst.  Tja, und dann natürlich Norman, ein riesiger, lethargischer Hund mit einem üblen Verdauungsapparat, in dem VIEL mehr steckt als alle (außer Tanzie) ahnen.
Sie alle landen im Wagen von Ed, einem erfolgreichen Software-Unternehmer, dem wegen eines gravierenden Fehlers der Verlust seiner Existenzgrundlage droht .
Es ist eine Reise voller Hindernisse, die alle verändert. Die sie ein wenig klüger, mutiger, ein wenig spontaner und empathischer und vor allem weniger einsam sein läßt.

Der Roman macht richtig Spaß. Jojo Moyes schreibt rasant, sehr unterhaltsam und skizziert ihre außergewöhnlichen Charaktere schlüssig und voller Herzenswärme, so daß sie dem Leser allesamt – einschließlich des pupsenden Hundes – richtig ans Herz wachsen.

Sylke Baumann-Zielke

Mehr ... ISBN 978-3-499-26736-9

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