Widmer - Buch des Vaters

Urs Widmer
Das Buch des Vaters

Widmer zeichnet das Portrait seines Vaters, eines Bohemiens mit wenig Bezug zu Geld.

Nach den Maßstäben der Gesellschaft zählt er zu den Versagern. Am liebsten sitzt er über seinen Büchern – sie sind seine Welt. „Der Vater“, wie er meist im Buch genannt wird, bekommt zu seinem 12. Geburtstag – so ist es in seinem Heimatort der Brauch – seinen zukünftigen Sarg und ein Lebensbuch geschenkt, in das er nun täglich etwas einzuschreiben hat. Jahre später heiratet er Clara seine erste Frau und einzige Liebe. Seine bürgerliche Karriere dümpelt vor sich hin, er wird Lehrer. Seine Liebe gehörte den Büchern und Schallplatten und jährlich benötigt er eine neue Schreibmaschine, denn er tippt mit dem rechten Zeigefinger in rasendem staccato.

„Der Vater“ ist ein Filou, der sich durchs Leben laviert und dem man dennoch nie böse sein kann – nicht mal, wenn er abwesend versonnen seinen kleinen Sohn Urs küsst, mit brennender Zigarette im Mundwinkel... Ein skurriler, liebenswerter, pfiffiger Lump, dieser Vater von Urs Widmer, wie man auch an seinem Konterfei auf dem Umschlag erkennen kann.

Eine herzerwärmende, humorvolle Biographie eines „Hommes des Lettres“.

 

Ursula Echtler

Mehr ... ISBN 978-3-257-23470-1

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